UNESCO Weltkulturerbe - Die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen zur Erziehung, Wissenschaft und Kultur) gehört zu den 16 rechtlich selbständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Sie setzt sich aus 193 teilnehmenden Staaten zusammen und umfasst insgesamt 878 Denkmäler in 145 Ländern.
Allgemein zählen zu den Aufgaben der UNESCO die Förderung von Erziehung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, sowie Information. Die wohl bekannteste Aufgabe ist aber wohl die Verwaltung der Liste des Welterbes, was sich in “Weltkulturerbe” und “Weltnaturerbe” unterteilen lässt. Insgesamt umfasst diese Liste 878 Denkmäler in 145 Ländern. Davon sind 679 Kulturdenkmäler und 174 Naturdenkmäler. Die übrigen 25 Denkmäler zählen sowohl zum Kultur-, als auch zum Naturerbe.
Teil des Welterbes sind beispielsweise der Grand Canyon in den USA, der Kölner Dom, die Museumsinsel in Berlin oder die Höhlen von Aggtelek in Ungarn. Doch diese besonderen Werke, Stätten, Gebäude und Plätze zu schützen ist nicht nur die Aufgabe des jeweiligen Landes, sondern der gesamten Völker-gemeinschaft. Die UNESCO hat es sich mit dem 1972 verabschiedetem “Übereinkommen zu Schutz des Kultur- und Naturerbes” zur Aufgabe gemacht, diese zu bewahren und gegebenenfalls zu rekonstruieren.
Im Voraus prüft das so genannte UNESCO-Welterbekomitee, ob es ein “Kandidat” verdient hat als Kultur- oder Naturstätte in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen zu werden. Dabei zählen besonders Kriterien, wie Einzigartigkeit und Authentizität oder bei einem Naturdenkmal die Integrität. Zudem muss das jeweilige Denkmal einen kompletten Erhaltungsplan vorweisen können. Darüber hinaus zieht das Komitee Fachverbände, wie den ICOMOS, den internationalen Rat zur Denkmalpflege oder den IUCN, die Naturschutzunion heran, um die Entscheidung überprüfen zu lassen.
Ebenfalls führt die UNESCO eine Liste des Weltdokumentenerbes, das so genannte „Memory of the World“. Hier werden bedeutende Archive und Bibliotheken mit beeindruckenden Bild-, Ton- und Filmdokumenten. Darunter fällt ebenfalls eine Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.
Weltkulturerbe in Spanien (Auszug):
- Moschee-Kathedrale und Altstadt von Córdoba (seit 1984; 1994 erweitert)
- Altstadt von Granada, Alhambra und Generalife (seit 1984; 1994 erweitert)
- Kathedrale von Burgos (seit 1984)
- Kloster El Escorial bei Madrid (seit 1984)
- Werke von Antonio Gaudí (seit 1984; 2005 erweitert)
- Altstadt von Santiago de Compostela (seit 1985)
- Altstadt von Toledo (seit 1986)
- Kathedrale, Alcazar & Archivo de Indias in Sevilla (seit 1987)
- Altstadt von Salamanca (seit 1988)
- Pilgerweg nach Santiago de Compostela (seit 1993)
- Seidenbörse “La Lonja de la Seda” in Valencia (seit 1996)
- Kulturlandschaft von Aranjuez (seit 2001)
- Ubeda und Baeza (seit 2003)
Weltnaturerbe in Spanien (Auszug):
- Nationalpark Garajonay (Kanaren, Insel Gomera; seit 1986)
- Nationalpark Doñana (Andalusien; seit 1994)
- Nationalpark Teide (Teneriffa; seit 2007)
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